ellan:362 ist, basierend auf einer sehr leistungsfähigen Hardware, geeignet verschiedene Aufgaben im Kontext eines neuronalen Systems zu übernehmen. In der “Grundausstattung” ist es ein ISDN-Gateway mit Router. Es folgt die Kurzanleitung für diese Funktionalität.

Elink ellan:362

Kurzanleitung (vorab, Version 0.92a)

Im Folgenden wird die Funktionalität des Gateways ellan:362 anhand der Konfigurations-Webseiten dargestellt. Damit ist die Bedienung ohne weiteres möglich. Tiefer gehende Informationen zur Programmierung und erweiterten Systemintegration folgen im endgültigen Dokument. Die Konfigurationsseiten können mit jedem gewöhnlichen Browser betriebssystemunabhängig aufgerufen werden. Die Default-IP-Adresse bei Auslieferung ist 192.168.0.100.

Netzwerk

Im Register Netzwerk finden sich alle netzwerkspezifischen Einstellungen. Der Teil WAN-IP-Adresse beschäftigt sich mit der Einstellung für die Routerfunktionalität. Das WAN-Port am Gerät (dort mit eth1 beschriftet) kann verschiedene Funktionen übernehmen, die im entsprechenden Listenfeld eingestellt werden können. LAN bedeutet hier, dass der Anschluss keine besondere Aufgabe übernimmt, sondern den anderen Ports entspricht. Zusammen bilden diese einen normalen Ethernet-Switch. Die anderen Einstellungen haben dann keine Bedeutung.

 Die Einstellung feste IP ermöglicht die Eingabe einer festen IP-Adresse zum WAN hin. Dazu gehört dann auch IP Mask und die Angabe des DNS-Servers und der Standard-Gateway-IP.

PPPoE und DHCP konfigurieren den Router des ellan:362 automatisch, wobei der Anschluss des WAN-Ports entsprechend zu erfolgen hat (an ein DSL-Modem o.ä.). Standard-Gateway-IP und DNS-Server werden dabei ebenfalls automatisch zugeteilt. Die Felder geben die zugeordneten Werte wieder, die dann nicht geändert werden können.

Das Feld NAPT legt fest, ob der Router eine Übersetzung der Adressen und Ports vornehmen soll, was bei gewöhnlichen Internetzugängen immer der Fall ist.

Die LAN IP-Adresse ist die Adresse des Geräts, unter der es im LAN über die restlichen oder alle Ethernetschnittstellen erreichbar ist, also nicht nur über eth1, was nur den geräteinternen Weg der Daten bezeichnet. Da es sich hier um ein Gateway/Router handelt, wird DHCP nicht unterstützt, weil Router immer unter einer bekannten Adresse erreichbar sein müssen. Bei der Auslieferung ist die vorgegebene IP-Adresse 192.168.0.100, die Maske 255.255.255.0.

Die Einträge für den NTP-Server dienen dem Zeitabgleich. Das Gerät bezieht sich immer auf eine von diesem Server empfangene Zeitinformation unter Berücksichtigung des angegebenen Offsets.

ellan:362 enthält einen eigenen DHCP-Server, der im entsprechenden Feld aktiviert werden kann. Angegeben wird die erste zu vergebende Adresse. Es werden maximal 20 verwaltet. Im Feld daneben werden die Adressen des DNS-Servers und die Standard Gateway IP eingetragen, die über DHCP verteilt werden sollen.

Im untersten Feld wird die Firmwareversion und das aktive Profil angegeben. Das Gerät enthält zwei Profile um beim Update im Fehlerfall immer auf das alte Profil zurückgreifen zu können. Die MAC-ID ist die unveränderbare Hardwareadresse des Gerätes, sozusagen die Seriennummer. Über die Schaltfläche Werkseinstellungen kann das Gerät komplett zurückgesetzt werden (auch die IP-Adresse) und das Administrator Passwort kann ebenfalls geändert werden. Wenn eins vergeben wurde, wird es bei Aufruf der Seiten abgefragt.

PPPoE

Auf der zweiten Seite finden sich die Einstellungen für das IP-Mapping des NAPT-Modus im Router und die Einstellungen für den PPPoE-Betrieb. Die MTU kann frei eingestellt werden, 1492 ist der übliche Wert. Die restlichen Einstellungen hier werden vom Provider vorgegeben und müssen entsprechend eingetragen werden. Der Status der Verbindung wird darunter angezeigt.

Die folgende Tabelle bestimmt, welche Ports an welche IP-Adressen im LAN weitergegeben werden. Dabei sind ganze Bereiche möglich.

DynDNS ist eine Option, die in der Standardversion nicht enthalten ist.

SIP

Hier wird festgelegt, mit welchem Protokoll das Gateway arbeitet. Der VOIP-Modus kann SIP oder H.323 sein. Im obersten Feld befinden sich die Einstellungen für SIP, darunter für H.323. Die SIP-Einstellungen sind typisch und werden verwendet, wenn das Gateway an einem SIP-Proxy zur Verfügung stehen soll. Die Einstellungen für H.323 sind ebenfalls typisch und dienen der Anmeldung an einem GateKeeper.

ellan:362 kann allerdings auch ohne diese Anmeldungen, mit beiden Protokollen, neuronal arbeiten. Dazu muss festgelegt werden ob die internen Rufnummern 2-, 3- oder 4-stellig sind. Damit können die neuronalen Endgeräte direkt auf das Gateway zugreifen.

Der Status zeigt ggfs. Fehlermeldungen an, wenn eine Anmeldung nicht erfolgreich war. Der Betrieb als SIP-Trunk erlaubt den Anschluss an eine geeignete PBX oder einen SIP-Server. Das liefert dem Server die notwendigen Amtszugänge. Im Gegensatz zu Erweiterungskarten bietet die externe Lösung prinzipiell unbeschränkte Erweiterungen, weil beliebig viele Gateways angeschlossen werden können.

Ohne diese Einstellung arbeitet ellan:362 als neuronales Gateway, das ohne Anlage oder Server den Endgeräten im System einen Weg ins Amt (was auch der interne Anschluss einer Anlage sein kann) weist. Umgekehrt sind so alle Geräte bei entsprechender Konfiguration von außen erreichbar.

ISDN

Jeder der beiden ISDN-Anschlüsse hat eine eigene Konfigurationsseite, beide sind natürlich gleich. Als erstes muss festgelegt werden, ob es sich bei dem Amtsanschluss um einen Anlagen- oder einen Mehrgeräteanschluss handelt (diese Einstellung ist in dieser Firmwareversion für beide ISDN-Anschlüsse gültig). Auf der linken Seite befinden sich die Einstellungen für die MSN. Diese Liste umfasst 8 mögliche Zuordnungen. Hier kann jeder MSN eine interne Rufnummer zugeordnet werden. Kommt ein Ruf von außen an eine der MSN, wird dieser an die hier genannte interne Rufnummer weitergeleitet. Wird eine MSN gerufen, die in der Liste nicht vorhanden ist, geht der Ruf an die erste interne Nummer in der Liste. Bei abgehenden Rufen verhält es sich entsprechend. Nach außen wird die passende MSN aus der Liste gemeldet, ist die interne Rufnummer dort nicht aufgeführt, verwendet das Gateway die erste MSN.

An Anlagenanschlüssen ist das Verhalten anders geregelt. Hier wird die interne Rufnummer als Durchwahl verwendet. Deshalb muss unter Anlagen Rufnummer die Rumpfnummer des Anschlusses (ohne Vorwahl und nachfolgende Ziffern) angegeben werden. Die Länge der verwendeten Nummern muss der Festlegung auf der SIP/H.323-Seite entsprechen. Zentrale 0 intern ist die Rufnummer, auf die Gespräche geleitet werden, die die 0 als Zentralennummer gewählt haben. Zentrale 0 gehend bestimmt die Nummer, die nach außen gemeldet wird, wenn von den Endgeräten bestimmt wurde, dass die Zentralennummer verwendet werden soll. Wenn hier nichts steht, verwendet das Gateway die 0. Ohne besondere Einstellung wird an Anlagenanschlüssen immer die echte Durchwahlnummer gemeldet.

Die Anzahl der aktuell verwendeten B-Kanäle des ISDN-Anschlusses wird angezeigt. * bedeutet, dass der Anschluss nicht verwendet wird.

Rechts oben wird für den ISDN-Anschluss eine Anschlussnummer eingetragen. Diese ist normalerweise ohne Bedeutung. Nur wenn geeigneten Endgeräten der Zugriff auf eine bestimmte Gatewaygruppe gewährt werden soll, werden diese Gruppen durch gleiche Ziffern erstellt. Bei einer Amtsholung durch 0 (der Normalzustand), wird die Anschlussnummer nicht berücksichtigt.

 

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